Gegründet würde das Kloster von Ba Tuo einem indischen Mönch um 500. Im
Jahre 527 kam Bodhidharma aus Indien nach China und begründete den Chan
Buddhismus, welcher sich langfristig in China, neben vielen anderen buddhistischen
Formen, durchsetzen konnte.
Jedoch gab es schon lange vorher den sogenannten „Faustkampf" in
China. Im 11. bis 3. Jhd. v.CH. existierten bereits Elemente des chinesischen
Wushu sie leiteten sich vor allem aus dem Jagen und dem Fischen ab. Wushu wurde
in Kriegen eingesetzt, von Bauern entwickelt welche sich verteidigen mußten vor
Fürsten die diese zu unterdrücken versuchten. Es wurde nach und nach über die
Jahrhunderte immer mehr verfeinert bis zu dem was es in heutiger Form ist
.
Um Gong Fu zu erlernen muß man kein Mönch oder eine Nonne sein.
Berühmt jedoch wurde das Shaolin Gong Fu, im Zusammenhang mit dem Shaolin
Kloster, in der westlichen Welt durch Kinofilme .Das Shaolin Gong Fu ist
eigentlich kein alleiniger Kampfstil, es beinhaltet viele Kampfstile in sich. Da
viele Mönche vor Eintritt ins Kloster oft schon Wushu Meister waren, die
Mönche sich aber ebenso von außenstehenden Meistern Unterricht geben ließen,
ebenso auch von der Familie Fei in deren 200 jähriger Familien Tradition auch Shifu
Ankang steht. Jahrelanges, gar Jahrzehnte langes Training ist notwendig um
diese Perfektion in Schnelligkeit und Körperbeherrschung zu erlangen.
Denn neben dem Shaolin Gong Fu gibt es viele verschiedene Gong Fu Stile
welche meist jedoch nicht so bekannt oder sogar ausgestorben sind, da es oft
Familienstile oder kleine Schulen sind die diese praktizieren und entwickeln.
Die Grundformen sind in jedem Stil gleich und unterscheiden sich nicht, erst
nach durchlaufen der Grundformen bilden sich eigenen Stile, und Variationen,
deren Schwerpunkte im jeden Stil anders liegen.
Shifu Ankang begann mit 13 Jahren Gong Fu zu lernen,
beschäftigte sich jedoch schon mit 10 Jahren mit Wushu, also seit über 40
Jahren. Das Meiste erlernte er durch die Fei Familie. 1984 lebte er erst in
Österreich und seit 1990 existiert das Wushu Zentrum hier in Hamburg,
anfänglich in Hamburg Horn und seit 1997 befindet es sich in den heutigen
Räumen des Wushu Zentrum in Altona.
Hamburg im November 2000, Verfasserin:
Aimée Pingel, Fotos: Michael Buttgereit
Quellenangaben: Der Inhalt basiert in erster Linie auf den Aussage von Sifu
Ankang, sowie aus dem Buch: Shaolin Kung Fu, BACOPA Verlag, Linz 1995,
Herrausgeber: Walter Fehlinger